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...es geht langsam Richtung Süden.

Grüezi.

 

Während ich diese Zeilen schreibe, sitzt Tina neben mir und zirkuliert FRiDOLiN über die Schweizer Autobahn.

 

Jetzt heißt es also für mich auf dem Beifahrersitz Fotos der letzten 18 Tage sichten und ein wenig im Hinterkopf stöbern, wo wir waren, was wir gemacht haben, was es Besonderes gab, ...

 

Anfang Oktober hatten wir, wie angekündigt, sehr gute Freunde bei Hannover besucht. Ein paar Tage vor deren Türe mit dem Wohnmobil gestanden und eine wirklich entspannte und schöne Zeit zusammen verbracht. Daher gibt es auch so gut wie keine Fotos. Nur eines von leckeren Essen aus einem Dutch Oven wollen wir euch nicht vorenthalten. Das werden wir auf jeden Fall unterwegs auch mal selber machen.

Danach stand dann Holland auf dem Plan. Die erste Nacht haben wir auf einem Bauernhof übernachtet und sind mit Kühen aufgewacht. Auf der Umgebungskarte hatten wir am Vortag eine echte Sternenstadt entdeckt.

 

Das wollten wir uns auf jeden Fall mal ansehen, kannten wir diese Anlageform einer Stadt doch bisher nur aus verschiedenen Dokumentationen. Auf dem Weg dorthin mussten wir aber bei einem Sportwagenhändler halten - woher unsere Jungs dieses Faible wohl haben 🤔

 

Leider war das Wetter an diesem Tage nicht so toll und innerhalb der Stadtmauern der Sternenstadt Naarden war leider von der ursprünglichen Energie nichts (mehr) zu spüren und wir sind dann relativ schnell weitergefahren.

Auf halber Strecke nach Amsterdam haben wir für eine Nacht einem kostenlosen Stellplatz in Muiden angesteuert, wo es Abends die ersten handgemachten Holländischen Pommes gab.

 

Dann endlich in Amsterdam angekommen, war unser erster Halt IKEA. Ich wollte nicht, aber Tina doch noch das Eine/Andere für FRiDOLiN holen. Da IKEA so schöne große Parkplätze (für Transport-LKWs) hat, sind wir danach noch ins Zentrum von Zuidosst gegangen. Direkt gegenüber des Johan Cruijff Stadions entdeckten wir FEBO.

FEBO haben bereits 1960 ihre ersten Essens-Automaten aufgestellt und wir haben dort den ein oder andern Euro lassen müssen; alles nur mit Karte - wieder mal dieses komische Gefühl, dass wir in Dänemark schon hatten. Aber nichts desto trotz die Idee von FEBO fanden wir echt klasse und auch das Essen echt lecker.

 

Damit waren wir dann auch immer noch gut gesättigt, als wir Abends auf dem Camping-Platz „Camping Zeeburg“ vor den Toren der Amsterdamer Innenstadt ankamen. Am Morgen nach einem tollen Sonnenaufgang sind wir dann auch zeitnah mit den Fahrrädern Richtung Zentrum aufgebrochen.

Wahnsinn. Was für ein Stress. Wir fahren ja nun schon extrem viel Fahrrad, überall und seid unsere Jungs es können. Aber das war nun eine echte Herausforderung für uns. Fahrräder, Electro-Scooter, Mofas und kleine Elektroautos auf dem Fahrradweg, und das alles gleichzeitig.

Und Baustellen und „komische“ Kreuzungen. Als wir dann endlich ohne Blessuren im Zentrum/am Hauptbahnhof angekommen waren, der nächste Schreck. Parkplatzsuche für 4 Fahrräder! In der Amsterdamer Innenstadt. Scheinbar Aussichtslos.

Aber ein freies Stückchen Metall haben wir dann doch noch an einer der zahlreichen Brücken gefunden.

Das Gewusel der Innenstadt waren wir durch Corönchen echt nicht mehr gewohnt. Aber zwischendurch gab es ja - Gott sei Dank - auch noch das eine oder andere schöne Bauwerk und die vielen Grachten, wo man ein bisschen inne halten konnte. Nach langem Laufen hatten wir dann auch endlich ein Geschäft gefunden, das Steps (bei uns nennt man die Stunt Scooter) verkaufte. Lukas’ Wunsch für seinen 8. Geburtstag am HEUTIGEN Mittwoch. Wahnsinn, wie die Jahre vergehen…

 

Jetzt hatte Lukas also ein neues Sportgerät und der Großes uns so lange bekniet und versprochen, er wolle seinen neuen Stuntscooter selber bezahlen, so dass wir am darauffolgenden Tag, als nun erfahrene Radfahrer, die Innenstadt ein zweites Mal besuchen (mussten).

 

Jetzt wussten wir also, dass wir nach freier Fläche für unsere Räder (es gibt freie Fahrrad-Parkflächen, siehe rechtes Foto) schon vor dem Zentrum Ausschau halten sollten, aber auch, wo es echt leckerere Waffeln und auch FEBO gab, um uns Holländisch zu stärken.

Mit 2 neuen Stuntscootern ausgestattet stand natürlich einem 2ten Besuch eines öffentlichen Skateparks in nur knapp 1,5 km Nähe von unserem Campingplatz, nichts mehr entgegen. Wir haben die Sonne und das Strahlen in den Augen unserer sportlichen Jungs genossen. 

 

Holland ist wirklich schön, aber auch im Oktober Abends nicht mehr ganz so angenehm für uns. Also nicht mehr weiter innerhalb Hollands reisen, sondern kurzer Abstecher noch Richtung Rhein-/Erft-Kreis und meine Eltern besuchen. 

 

Auch in Köllefornia und Umgebung war es Abends ziemlich „schattig“, so dass der Plan schnellstmöglich in den Süden zu kommen immer drängender wurde.

 

Nächste Station: Richtung Bodensee. Meinen Bruder und seine Tochter nach 7 Jahren, wiedersehen und ein paar Tage mit Quatschen, lecker Essen und Spazierengehen verbringen.

Bevor wir aber nun weiter Richtung „Frühling“ konnten, stand nochmal ein spontaner Werkstatttermin wegen Tausch unserer Solarbatterie an. Die Zeit des Wartens haben wir dann in der idyllischen Innenstadt von Reutlingen verbummelt. 

 

Nun sind wir dann also nach unserem letzten Halt (Freibad), mit vollen Batterien und Wassertank, sowie leeren WC- und Grauwasser „endlich“ wieder raus aus Deutschland.

Knapp 4 Stunden hat es nur durch die Schweiz gedauert und keine Einreise-Problematik nach Frankreich rein - genauso wie beim Grenzübertritt in die Schweiz rein.


Man sollte wirklich mal die Medien fragen, für wen sie solche Lügengeschichten erzählen! Egal, wir reisen schon seit über 50 Tagen: Deutschland - Dänemark - Deutschland - Holland - Schweiz - Frankreich und nichts ist so, wie wir es an den Grenzen „erwartet“ hätten.

Wir haben eine Nacht kurz hinter dem Grenzübertritt auf einem freien Stellplatz verbracht und nach einer ruhigen Nacht erst einmal entspannt gefrühstückt, „Hausputz“ gemacht, Jonas hat Einrad geübt, Lukas ein kleines Kätzchen gefüttert.

Unseren nächsten Blogeintrag versuchen wir einzustellen, wenn wir in Spanien sind. Denn das ist unserer kommendes Ziel.


À bientôt,

Stefan avec Tina, Jonas et Lukas

 

…la mer est avec toi!

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